Unser Ländle ist schon schön, es gibt vieles was man besuchen und besichtigen kann und, weil ich ja immer für einen Ausflug zu einer Burg, einem Kloster oder sonst was historischem zu haben bin, sind Jens und ich in den letzten Tagen viel herumgekommen:
Dienstag, 14.08.2007 : Lorch, Kloster
Was soll man sagen? Schön! Eine große Klosteranlage steht über Lorch Richtung Alfdorf auf dem Hügel gleich neben einem kleinen Ausguck der Römer. Eintritt 3€. Das war die erste Überraschung, aber sie sind ok, betrachtet man das Angebot. Zur Zeit befindet sich auf dem Gelände eine Ausstellung von Seelenbrettern. Das sind Bretter die einem Spruch einer Persönlichkeit oder der Bibel tragen und farbig schön ausgestaltet sind. Ich hab sie nicht gezählt, aber es könnten so 30 gewesen sein (der Spruch unten ist von Socrates). Sonst sind noch ein paar Gebäude, ein Sinnesgarten, eine Ausstellung über die Geschichte der Stauffer und natürlich die Klosterkirche zu bestaunen. Der Turm der Kirche darf ebenfalls bestiegen werden.

Mittwoch, 15.08.2007: Neuffen, Burg Hohenneuffen
In der Nähe von Nürtingen und Metzingen liegt Neuffen, neben Neuffen ist ein rieser Berg und darauf steht die Festung Burg Hohenneuffen. Sie mutet wirklich wie eine Festung an: Steile Hänge, hohe, dicke Mauern, eine lange Auffahrt und mehrere Mauerringe. Ist man mit dem Auto erstmal einige Kilometer Serpentinen gefahren, kann man auf einem Wanderparkplatz parken und noch etwa einen Kilometer zur Ruine laufen. Dort angekommen überzeugt einen die Aussicht aber mehr als die Burg selbst. Die ist zwar wirklich monströs, aber sonst eher langweilig. Wenn man erstmal ganz oben war, hält einen nichts auf, das noch interessant erscheint und man kann sich auf den Rückweg machen.

Montag, 20.08.2007: Stuttgart, Pragfriedhof
Jens hatte am Montag noch einiges in Stuttgart zu erledigen, unter anderem waren wir auch bei der Agentur für Arbeit in der Nordbahnhofstraße. Von dort beschlossen wir mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof zu fahren um noch ein bisschen über die Kö zu schlendern. Dabei fuhren wir an der Haltestelle Pragfriedhof vorbei und ich beschloss auf der Rückfaht dort auszusteigen und mir das mal genauer anzusehen. Mir taten zwar dann schon die Füße weh, aber das nahm ich dann geduldig in kauf. Meine Entscheidung sollte sich lohnen. Es war einfach nur genial! Ich war noch nie auf einem so schönen Friedhof (zugegeben ich war noch selten auf größeren und bekannten Friedhöfen). Es gab an fast jeder Ecke was schönen zu entdecken und so ist es nicht verwunderlich, dass ich in etwa 2Stunden 67Bilder gemacht habe. Von Steinen, Statuen, Grüften und Eichhörnchen, die gibt es da nämlich auch in Hülle und Fülle. Im bzw. am Friedhof sind 2 Kirchen, ein rieses Gebäude mit über 40 Leichenaufbewahrungsräumen und 2Trauerfeierhallen und ein kleinerer Friedhof (schätzungsweise ein jüdischer, jedenfalls sehr alt und ohne Grabpflege). Den konnte man allerdings nicht betreten, weil abgeschlossen.
